Was ist Fluchtwegtechnik?

In Österreich liegt das Bauordnungsrecht in der Gesetzgebungs-Kompetenz der Bundesländer.
Alle Länder haben dementsprechend eigene Bauordnungen erlassen, deren Vorschriften zu den Rettungswegen aber weitgehend einheitlich sind.
 
Der Rettungsweg ist ein Begriff aus dem Bauordnungsrecht und dem Brandschutz. Er kennzeichnet den jeweils günstigsten Zugang für die Einsatzkräfte, der für Brandbekämpfung, Rettung oder Verletztenbergung stets freigehalten werden muss.
Er ist nicht mit dem Fluchtweg zu verwechseln, der ausschließlich als Evakuierungsweg für die Betroffenen einer Gefahr dienen sollte. Der Begriff der Rettung beinhaltet aber auch die Selbstrettung (Flucht).
 
Insofern werden an Türen im Verlauf von Rettungswegen/Fluchtwegen besondere Anforderungen gestellt.
Ein Notausgang ist ein Ausgang aus einem Bauwerk der in Notfällen benutzt werden soll. Er ist ein wesentlicher Bestandteil des zum Brandschutz vorgesehenen Fluchtwegs.
 
Die Vorschriften und Kontrollen sind in den Ländern jeweils unterschiedlich geregelt. Sie richten sich aber immer nach den Euronormen
Je nach Anwendung kann die Tür nur an der Innenseite Türgriffe haben. Außerdem müssen die Beschläge der Tür so montiert sein, dass sich die Tür nur in Fluchtrichtung öffnen lässt. Die Tür kann zwar ein Schloss besitzen, jedoch muss sichergestellt sein, dass sich die Tür auch in abgeschlossenem Zustand jederzeit einfach von innen öffnen lässt.
 
Für Gebäude, in denen mit Panik zu rechnen ist, etwa weil dort regelmäßig viele ortsunkundige Personen anwesend sind, muss die Tür nach der Euronorm mit einem so genannten Paniktürverschluss mit horizontaler Betätigungsstange ausgerüstet sein.
Um Notausgänge nicht missbräuchlich als Ausgang
zu verwenden, werden diese Türen speziell alarmgesichert. Die Gerätschaften dafür unterliegen gewissen Auflagen sowohl im Funktionsprinzip, wie auch in der Montage.

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